Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena® (Aus UAW-Datenbank)

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist in einer Drug Safety Mail vom 04. Mai 2009 darauf hin, dass Patientinnen vor der Einlage des zur Kontrazeption und zur Behandlung von Hypermenorrhoe zugelassenen Intrauterinpessars (IUP) Mirena® entsprechend der Fachinformation über Risiken bei der Anwendung aufgeklärt werden müssen. Der Hersteller hält dafür ein Formular bereit, in dem wesentliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) wie Veränderungen der Monatsblutung, vergrößerte Follikel, Infektionen des kleinen Beckens, ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko und die Gefahr der Uterusperforation und Expulsion dargestellt werden. Darüber hinaus sollte der behandelnde Arzt ergänzend auf psychiatrische Erkrankungen hinweisen. Im deutschen Spontanmeldesystem (gemeinsame Datenbank von BfArM und AdkÄ, Stand: 15. Januar 2009) sind insgesamt 2129 Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu Mirena® erfasst, davon betreffen die meisten eine Uterusperforation (n = 455) oder Migration des IUP (n = 170). Daneben liegen auch Meldungen zu psychiatrischen UAW vor, wie z.B. Depression und depressive Verstimmungen (n =  52), Panikattacken und Angst (n = 35), Schlafstörungen (n = 14)  und Unruhe (n = 15).   Das besagte Formular können Ärzte als Einverständnisbogen von der Firma Bayer Vital GmbH beziehen. Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen melden Sie uns bitte per Berichtsbogen PZ 19/09
Literatur: (1)   www.akdae.de/20/20/Archiv/2009/20090501.html (2)   AkdÄ (2009) Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena® (Aus der UAW - Datenbank). Deutsches Ärzteblatt, Jg. 106, Heft 18, 01.05.09